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Koikrankheiten

In erster Linie liegt es an uns zu erkennen, wann eines unserer Tiere krank ist.
Wir sehen auf den ersten Blick nicht was genau dem Koi fehlen könnte.

Möglicherweise leidet der Koi bei diesen Symptomen unter einem akuten Parasitenbefall, welcher gezielt behandelt werden sollte. Hierbei wird zwischen zwei Formen der Parasiten unterschieden. Diese, die wir mit bloßem Auge erkennen können (z.B. Würmer, Pocken, Läuse oder Pilzbefall und jene die meist nur unter dem Mikroskop genau zu diagnostizieren sind. Die "parasitären Einzeller" wie beispielweise Ichtyo, Costia, oder Chilodonella können zum Tode führen, wenn sie nicht rechtzeitig und vor allem gezielt behandelt werden.

 

Woher kommen die Krankheiten?

Da jeder Teich individuell in der Größe, Fischbesatz, Filtersystem und äußeren Einflüssen ist, liegt die genaue Herkunft der Parasiten jedem Teich selbst zu Grunde. Manche Parasiten werden von unbemerkten Besuchern wie beispielsweise Vögel eingeschleppt, andere wiederum gelangen mit Witterungseinflüssen in unseren Teich. Es existieren jedoch auch Erreger, die sich latent in fast jedem Gewässer befinden. Akuter und massiver Stress kann ebenfalls Krankheiten hervorrufen. Generell ist unsere Wasserqualität von großer Bedeutung. Ein Beispiel: Fasst Ihr Teich 10.000 Liter und der Fischbesatz beträgt mehr als zehn Koi? Hier steigt nicht nur das Risiko krankheitserregender Bakterien, sondern auch eine Vergiftung durch Ammoniak und/oder Nitrit. Wenn der Filter zudem unterdimensioniert ist, können diese fischgiftigen Wasserparameter nicht mehr von alleine absorbiert werden und wir müssen eingreifen (Nitrifikation: Abbauprozess durch aerobe Bakterien von Ammonium zu Nitrit und von Nitrit zu Nitrat). Sparen Sie an der richtigen Stelle, dies ist keineswegs die Filtration!

 

Erkennen & Vorbeugen - Maßnahmen gegen spezielle Krankheiten

Die nachfolgend aufgeführten Krankheitsymptome und Behandlungsmöglichkeiten dienen der allgemeinen Information und können keinen Tierarzt ersetzen! Sie beruhen auf reinen Erfahrungswerten aus langjähriger Koihaltung. Bitte befragen Sie im Krankheitsfall immer Ihren Tierarzt. Wir übernehmen keine Garantie oder Haftung für den Inhalt dieser Seiten.

Bild-  und somit Urheberrechte Dr. Achim Bretzinger
Literaturverweis: Der Koi Doktor

Parasiten


Protozoene Flagellate

Costia

Costia Symptome:
schleierartiger Belag am Körper
z.T. gerötet/blutunterlaufen
schaukelnde Schwimmbewegung
scheuern & Flossenklemmen
Spezielles Merkmal:
vorkommend Frühjahr & Herbst
Behandlungsmöglichkeiten:
F.M.C Kur, Formalin, Kurzzeitbäder Formalin, Parazoryne, Quarantäne & Temperaturerhöhung

Diese Krankheit ist weit verbreitet und tritt vor allem in Hälterungen und Winterteichen auf. Costia ist ein Parasit und führt zu extremer Schwächung der Koi. Auf der Körperoberfläche der Fische ist ein zarter, schleierartiger, grauer Belag zu beobachten. Stärker angegriffene Stellen sind blutunterlaufen und daher gerötet. Die Koi zeigen oft schaukelnde Schwimmbewegungen. Auch Scheuern oder geklemmte Flossen sind zu beobachten. Empfohlen werden Kurzzeitbäder mit Formalin. Auch eine temperaturerhöhung des Wassers auf 30°C führt zur Ausrottung von Costia.

Protozoene Ciliate

Ichtyo

Ichtyo Symptome:
weiße Pünktchen bis zu grauen Flecken, stark verschleimte Haut, erhöhte Atmung, apathisches Verhalten, scheuern, zucken, Fressunlust, Gewichtsverlust
Behandlungsmöglichkeiten:
Malachitgrün, F.M.C Kur
Acriflavin, Formalin
Parazoryne
Cloramin T.

Ichtyo ist ein sehr häufiger Parasit. Befallen sind meist bereits geschwächte Koi, doch auch gesunde Tiere werden befallen, da diese Krankheit epidemisch und somit extrem leicht übertragbar ist. Dieser Einzeller kann sich innerhalb 24 Stunden bis
auf das Doppelte vermehren. Die befallenen Fische sind am Körper und an den Flossen mit einer Unmenge kleiner weißer Pünktchen benetzt. Eine Behandlung ist dringend notwendig!

Trichodina

Trichodina Symptome:
Kiemenbefall, Haut schleierartig überzogen, angefressene Flossen, unruhiges Verhalten, z.T. träge, Koi schnappt nach Luft
Spezielles Merkmal:
vorkommend Frühjahr & Herbst
Behandlungsmöglichkeiten:

F.M.C Kur
Formalin
Parazoryne
Kurzzeitbäder Kochsalz

Trichodina ist ein Parasit, der unter dem Mikroskop in der Form eines Hakenkranzes erscheint. befallen werden Haut und Kiemen. Die Vermehrung erfolgt durch Querteilung. In Winterteichen, ganz allgemein auch bei dichtem Besatz, ist der Befall stärker. Dabei bekommt die Haut einen feinen, schleierartigen Belag, der sich bei zunehmenden Befall verstärkt. Die Fische sind unruhig, die Sterberate steigt schnell an. Bei starkem Kiemenbefall schnappen die Koi an der Oberfläche nach Luft. Kurzzeitbäder mit Kochsalz oder eine Behandlung mit Formalin sind ratsam.

Chilodonella

Chilodonella Symptome:
Haut- & Kiemenbefall, Koi scheuern sich, sind sehr träge, erhöhte Atmung, weiß-blaue Trübung von Nacken bis Schwanz, fetzenartige Ablösung der Haut Spezielles Merkmal: Ähnelt optisch Karpfenpocke
Behandlungsmöglichkeiten:
Malachitgrün
Kurzzeitbäder Formalin
Parazoryne

Bei starkem Befall kann sich die Haut auch fetzenartig ablösen. Die Koi scheuern sich am Boden und schwimmen matt und träge herum. Die Haut, insbesondere der Nacken bis zum Ansatz der Rückenflosse, ist weißbläulich bis grau eingetrübt und löst sich in einem fortgeschrittenen Stadium in fetzen ab. Sind auchdie Kiemen befallen zeigen die Fische eine erhöhte Atemfrequenz und halten sich zumeist in Oberflächennähe auf. Zur untersuchung eignen sich nur lebende Koi, tote Exemplare werden von Chilodonella schell verlassen. Kurzbäder in formalin können Linderung schaffen. Eine Malachit-Grün-Behandlung tötet den Parasiten jedoc sicher ab. Die Krankheit wird von Wimperntierchen der Gattung chilodonella hervorgerufen. Diese Ektoparasiten haben eine ovale Körperform und werden etwa 40-70 Mikrometer lang. Die chilodonella-Krankheit erfasst in
der Regel zuerst geschwächte oder verletzte Fische und breitet sich in überfüllten Becken von diesen auf gesunde Exemplare aus. Sie verläuft bei starkem Befall immer tödlich, da sie die Haut und die atmende Oberfläche der Kiemenblättchen zerstört.

Metazoa (= Mehrzellige)

Trematoda (= Saugwürmer)

Haut- und Kiemenwürmer (Gyrodactylus u. Dactylogyrus)

Hautwurm Kiemenwurm Symptome:
scheuern und springen, erhöhte Atmung, kleine weiße flecken auf den Kiemenblättchen, abspreizen der Kiemendeckel, z.T. lang geöffneter Mund
Behandlungsmöglichkeiten:
Colombo Lernex

Die Haut- und Kiemenwürmer stellen die wichtigsten Vertreter der Monogenetisch Trematoda (= Saugwürmer) dar. Sie kommen häufig bei Teichfischen vor. Der Kiemenwurm wird als der krankmachendere der beiden Gattungen angesehen. Bei einer massenhaften Infektion geraten die Fische schnell in Athemnot. Die Fische halten die Kiemendeckel für lange Zeit offen oder geschlossen. beim Abspreizen der Kiemendeckel findet man weiße flecken auf den Kiemenblättchen. Bei starkem Befall fehlen sogar ganze Kiementeile. In der Folge ist eine hohe Atemfrequenz zu beobachten. Hierbei handelt es sich um die so gennante Kiemenwurmkrankheit. Die Parasiten, die eine Länge von etwa 2mm haben, heften sich mit einer Haftscheibe und zwei Klammerhaken vor allem an den Kiemenblättchen der Fische fest. Befallenen Tieren ist anfänglich fast nichts anzumerken, ein "spucken" und gelegentliches Scheuern ist möglich. Mit der Zeit stellen sich jedoch verstärkt Kiemenschäden und -blutungen, insbesondere bei Jungfischen schließlich der Tod durch ersticken ein. Nachzuweisen sind die Verursacher durch Kiemen abstriche, welche unter dem Mikroskop zu sehen sind. Es sind 0,5 - 2mm große Würmer.

Crustacea (= Schalentiere)

Karpfenlaus

Karpfenlaus Symptome:
bis 8mm kleine schildförmige erhöhte Stellen auf der Haut, der Koi wirkt geschwächt, rötliche Hautentzündungen, scheuern und springenSpezielles Merkmal:
oft folgen infektiöse Wunden
Behandlungsmöglichkeiten:
Kurzzeitsalzbäder 15gr/L,
m annuelles entfernen,
Joddesinfektion,
Trichlorfon, org. Phosphate,
Diflubenzuron, Ivermectin, Lufenoron

Die Karpfenlaus ist schildförmig abgeplattet und misst etwa 8mm im Durchmesser. Mit schaukelnden Bewegungen nähert sie sich den Fischen und heftet sich am Fischkörper fest. Mit ihrem rüsselförmigen scharfen Mund dringt sie in die Epidermis ein. Sie injiziert hierbei eine geringe Menge Gift und saugt Blut und Körpersäfte. Eine infektion durch Karpfenläsue ist oft an kleinen roten Hautentzündungen erkennbar. Wie beim Egelbefall ist auch hier die Sekundärinfektion nicht zu unterschätzen. Vor allem auf bakterielle und Pilzinfektion ist hier zu achten. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass die Karpfenlaus Viren überträgt. Die Karpfenlaus ist so gut wie nicht ausrottbar! Die Eier werden auf Pflanzen und Steinen abgelegt. Nach durchlaufen von ca. sieben Entwichlungsstadien ist die Karpfenlaus gut zwei Monate alt und wieder fortpflazungsfähig. Die Eier sind gegen die meisten Heilmittel unempfindlich. Die einzige Möglichkeit die zur Verfügung steht ist die wiederholte Behandlung, wie z.B. mit Trichlorfon oder anderen org. Phosphaten. Jedoch ist hier in letzter Zeit eine immer höhere Resistenz der Parasiten erkennbar. Bessere Ergebnisse können mit Diflubenzuron, Ivermectin oder Lufenoron erziehlt werden, da diese Mittel auch gegen die Eier wirksam sind. Bei leichten Infektionen schaffen Salzbäder 15gr/L gute Abhilfe, dadurch werden die meisten Karpfenläuse abgetötet, welche dann abfallen oder leicht entfernt werden können. Die entstandenen Hautwuden sind mit Jodtinktur zu desinfizieren um sekundärinfektionen vorzubeugen.

Hier wollen wir nur nach Erscheinungsbildern unterscheiden, da eine einzelne Beschreibung der schadhaften Bakterienformen umfassend und für den Laien zu komplex wäre.


Bakterien


Wunden und Geschwüre

wunden Symptome:
Offene Wunden / Löcher, blutig & infektiös, oft eine Nachfolge krankheit eines Einzellers, endet oft tödlich, Meist hervorgerufen durch: Einzeller, schlechte Wasserqualität, erhöhte Keimdichte
Behandlungsmöglichkeiten:
Antibiotika, Quarantäne
zur Heilung:
Sabbactisun und/oder
Fischmineral von Söll
Acriflavin, Koi Pro Desinfect

Auslöser für Hautgeschwüre und offene Stellen am Fischkörper sind Bakterien, die immer latent im Wasser oder Fischkörper
zu finden sind. bei schlechten Wasser- und Umweltbedingungen können sie sich explosionsartig vermehren und zu Problemen führen. Oft sind diese Wunden auf eine vorhergehende Einzeller oder Pilzerkrankung zurückzuführen. Ein antibakterielles Heilmittel sollte verwendet werden.

Bakterielle Flossen-/Mundfäule

Flossenfäule Symptome:
verfranzte Flossen,
entzündete Stellen,
z.T. blutig und infektiös,
kann tödlich enden
Behandlungsmöglichkeiten:
Antibiotika, Quarantäne, Acriflavin, Koi Pro Desinfect, zur Heilung: Sabbactisun und/oder Fischmineral von Söll, Kurzzeitbäder Chloramin T

Dies ist eine bakterielle Erkrankung, welche durch schlechte Haltungsbedingungen begünstigt wird. Ursache ist eine Infektion durch Aeromonaden. Das Krankheitsbild zeigt sich anfänglich dadurch, dass sich die Flossen - vor allem die Schwanzflosse - entzündent und blutig unterlaufen ist. Die Flossen fasern schließlich aus und faulen im Endstadium bis in den Körper hinein weg. Die Krankheit ist nur im anfangsstadium heilbar. Bewährt haben sich Langzeitbäder mit Chloramin T, Kochsalz, Malachitgrün, und Mittel welche die Wundheilung unterstützen.

Schuppensräube / Bauchwassersucht

Schuppensträube Symptome:
Abstehende Schuppen, Glotzaugen, geschwollener Körper, z.T. blutig, apathisches Schwimmverhalten,
Fressunlust, endet oft tödlich
Behandlungsmöglichkeiten:
Antibiotika, Quarantäne
zur Heilung: Sabbactisun und/oder Fischmineral von Söll, Acriflavin

Die Schuppensträube äußert sich - ähnlich wie bei der infektiösen Bauchwasersucht - durch abstehende Schuppen, so dass die Fische wie ausgetrocknete Fichtenzapfen aussehen. Ihr Körper ist geschwollen und die Augen treten hervor (Glotzaugen). Sind blutunterlaufene Einzelschuppen festzustellen, so ist es möglich, dass eine infektiöse Bakterieninfektion der Haut vorliegt. Die erkrankten Fische schwimmen träge umher und atmen schwer. Ein bis zwei Tage später sterben sie gewöhnlich, nachdem sie vergeblich versucht haben, aus der Rückenlage in normale Schwimmlage zurückzukehren. Die Schuppensträube kann verschiedene ursachen haben. Es kann sich um eine Darmerkrankung durch falsche Ernährung handeln. Sie kann aber auch die Folgeerscheinung von Frühjahrsvirämie, Tuberkulose oder Ichthyophonus sein.


Pilze


Kiemennkrose / Fäule

Kiemennekrose Symptome:
Stark erhöhte Atmung, Kiemenschwellung, vermehrte Schleimbildung auf den Kiemen, braun bis gelbe Verpilzungen auf den Kiemen, endet oft tödlich
Behandlungsmöglichkeiten:
Antibiotika, Quarantäne
Koi Pro Desinfect
zur Heilung: Sabbactisun und/oder
Fischmineral von Söll
Kurzzeitbäder Chloramin T

Ist äußerlich schwer festzustellen und schreitet sehr schnell fort. Zu sehen ist, dass die Koi eine hohe Atemfrequenz haben.
Zu finden sind graue, schmierige Kiemenblätter. Die Kiemenfäule wird durch Algenpilze hervorgerufen. Beim Zerfall der so genannten Algenblüte tritt sie am häufigsten auf. Sie kann durch entsprechende Haltungsbedingungen vermieden werden. Der Pilz tritt zunächst innerhalb der Kiemenepithelien auf und bricht bei weiterem Wachstum nach außen durch. Kiemanfäule kann besonders im Sommer bei hohen Wassertemperaturen in stark eutrophierten Teichen mit dichtem Fischbesatz zu großen Verlußten führen. (Nekrose=Absterben des Kiemengewebes)

Pilzbefall & Schimmel

Pilze und Schimmel Symptome:
Verletzte Schleimhäute & Schimmelbefall, Wattebausch ähnliche Beläge, hinterlässt offene Wunden/Löcher, von kleinen Stellen bis hin zu großen Platten
Behandlungsmöglichkeiten:
Malachitgrün, FMC Kur
Formalin, Acriflavin
zur Heilung:
Sabbactisun, Antibiotika

Pilzinfektionen treten generell sekundär auf. Sie sind die Folge von schlechter Wasserqualität, zu niedriger Ph-Wert, Überbesatz, mangelhafter Ernährung, Verletzungen oder nach vorangegangenen Infektionen mit Bakterein, Parasiten oder Viren. Ein gesunder Fisch, mit einer intakten von Schleim überzogenen Haut hat normalerweise selbst genügent Schutz gegen Pilzinfektionen. Zuerst werden verletzte Körperstellen durch Fischschimmel (Saprolegnia) befallen, dann wächst der Pilz auch im gesunden Gewebe weiter. Es bilden sich wattebauschartige, weißgraue Beläge, die nach und nach den ganzen Körper befallen. Der Pilz kann auch eine Grünfärbung annehmen, welche durch Algen entsteht die sich auf dem Pilz ansiedeln. Breitet sich der Pilzbefall über den gesamten Körper aus kann das für den Fisch schnell der Tod bedeuten. Zur Heilung können Kurzzeitbäder mit Kochsalz oder Malachitgrün eingesetzt werden. Die befallenen Stellen betupft man mit Kaliumpermanganat oder Jodtinktur.

Die beiden Erreger Saprolegnia parasitica und Saprolegnia diclina, sind überall im Wasser (und im Boden) vorkommende Pilze. Die Sporen sind in der Lage, sich rasch in neue Pilzhyphen weiter zu entwickeln und drohen so neues Gewebe zu befallen. Dadurch kann ein Fisch in kürzester Zeit mit Pilzfäden überzogen werden, wenn seine normalen abwehmechanismen versagen.


Viren


Karpfenpocke (KHV1)

Karpfenpocke Symptome:
Schwammartige, wachsartige Wucherungen, von weiß bis leicht rosa, beginnt meist an den Flossen, Spezielles Merkmal: vorkommend Frühjahr & Herbst
Behandlungsmöglichkeiten:
Quarantäne
zur Heilung:
Fischmineral von Söll
Kurzzeitbäder Kochsalz

Der Ausbruch oder die Symptome beginnen meistens an den Flossen wo sich langsam unregelmäßige gallertartige veränderungen bemerkbar mach und sich bis auf den ganzen Körper ausbreiten können. Die grauen (altweißen) bis rosafarbenen veränderungen können mehrere Millimeter bis hin zu mehreren Zentimetern groß werden. Sie sind ansteckend. Die Karpfenpocke gehört zu den Herpes Viren. Karpfenpocken treten meist bei fallenden Temperaturen auf. Im Frühjahr wenn das Wasser wärmer wird, verschwinden sie meistens vollständig. Ein weiterer Umstand der zur Entstehung führen kann sind schlechte Wasserbedingungen oder Stress. Karpfenpocken töten die Koi zwar nicht, die Wucherungen sehen aber unschön aus und mindern deshalb den Wert des Fisches.

KHV 4

 

Symptome:
Fressunlust, liegen auf Grund, übermäßige Schleimproduktion, Schleimfäden, blutgefäße sichtbar, rote Ränder, Orientierungsprobleme, Augen fallen ein, Gewebe stirbt ab
Besonderheiten:
vorkommend in Sommermonaten

Behandlungsmöglichkeiten:
schrittweise Temperatur auf 30°C
erhöhen - für min. 2 Wochen halten, Chloramin T, Acriflavin, Kupfersulfat

Der Koi Herpes Virus tritt vor allem in Sommermonaten auf, bei Temperaturen von 18°-28°C. Die Sterberate kann innerhalb von 10 Tagen 80% des Koibestandes ausmachen. Der Virus greift ausschließlich Karpfen an. Andere Teichfische wie Stör, Schleie Goldorfe und Goldfische bleiben davon verschont. Sie sind aber dennoch Virusträger und können den Virus übertragen. Die Ansteckung erfolgt über das Wasser, so auch über Parasiten oder durch Vögel von Teich zu Teich. Der Virus ist latent im Fisch und führt durch Stress zum Ausbruch. Eine zielführende Behandlung gibt es derzeit nicht in Europa. In Israel ist bereits ein Impfstoff auf dem Markt der aber in Europa keine Zulassung hat. Zur Vorbeugung ist es sinnvoll das neue Tier mit einem Fisch des Teichs (Kreuzungstest) für 2 Monate bei min. 18°C in Quarantäne zu setzen. (So beschränkt sich ein evtl. Verlußt
auf ledigl. ein Tier.) Koi die KHV überleben sind Immun, es ist noch nicht sicher ob sie dennoch Trägertiere sind, so stellt es
ein großes Risiko dar sie wieder mit neuen Fischen in einem Teich zu halten.

 

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